27. September 2026

Munich Arena Teil der deutschen Olympia-Bewerbung. Konzertarena als temporäre Schwimmstätte vorgesehen.

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Foto – Die Munich Arena als Schwimmarena.

München, 28. September 2026 – München geht für Deutschland in das internationale Rennen um die Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044. Im nationalen Auswahlverfahren hatten sich ursprünglich vier Städte beziehungsweise Regionen beworben: Berlin, Hamburg, KölnRheinRuhr und München. In der finalen Entscheidung am Samstag, im Kurhaus Baden-Baden standen München und KölnRheinRuhr zur Wahl. Die außerordentliche Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) entschied sich mit 91 zu 50 Stimmen für das Münchner Bewerbungskonzept. Damit ist München der deutsche Kandidat für den weiteren internationalen Bewerbungsprozess.

Die Entscheidung eröffnet auch für die Munich Arena eine besondere Perspektive. Die am Flughafen München auf Freisinger Flur entstehende Konzertarena ist Teil des offiziellen Münchner Venue-Konzepts. Für die Olympischen Spiele ist sie als Austragungsstätte der Schwimmwettbewerbe vorgesehen; bei den Paralympischen Spielen soll hier Para-Schwimmen stattfinden. Das Konzept sieht jeweils rund 15.000 Zuschauerplätze vor.

Für Konzerte gebaut – für Olympia temporär zur Schwimm-Arena

Die Munich Arena wird unabhängig von der Olympiabewerbung als hochmoderne Konzertarena für rund 20.000 Fans entwickelt. Architektur, technische Infrastruktur und Veranstaltungsbowl sind konsequent auf Livemusik ausgerichtet, mit besonderem Fokus auf Akustik, Sichtlinien, Fan Experience und die Anforderungen internationaler Konzertproduktionen. Für Olympische und Paralympische Spiele könnte die Arena für wenige Wochen temporär für den Schwimmsport umgerüstet werden.

Vorgesehen ist ein Wettkampfbecken mit zehn Bahnen auf dem Hallenboden. Nach Abschluss der Wettbewerbe würde die temporäre Schwimminfrastruktur wieder zurückgebaut und die Arena wieder vollständig ihrer langfristigen Nutzung für Konzerte und Live Entertainment zugeführt.

Gerade diese Nutzung entspricht einem zentralen Ansatz der Münchner Bewerbung: Bestehende oder ohnehin entstehende Infrastruktur soll möglichst effizient genutzt und zusätzlicher permanenter Neubau dort vermieden werden, wo temporäre Lösungen möglich sind. Das offizielle Bewerbungskonzept stellt die Nutzung bestehender und temporärer Sportstätten ausdrücklich in den Mittelpunkt.

Olympia und Freising – eine Verbindung seit 1972

Für Freising könnte sich damit eine besondere Geschichte fortsetzen. Schon bei den Olympischen Spielen 1972 war die Stadt Teil des olympischen Geschehens. Das damalige Freisinger Freibad diente den zwölf für das olympische Wasserballturnier qualifizierten Mannschaften als Trainingsstätte; unter anderem trainierte dort die australische Nationalmannschaft. Mehr als fünf Jahrzehnte später könnte Freising damit vom Trainingsstandort zum Austragungsort olympischer und paralympischer Wettbewerbe werden.

Lorenz Schmid, Geschäftsführer der Munich Arena:
„Die Entscheidung des DOSB ist ein wichtiger Schritt für München und Bayern und er-öffnet auch für Freising eine ganz besondere Perspektive. Ich bin hier geboren und aufgewachsen. Dass in unserer Heimatstadt eines Tages olympische und paralympische Schwimmwettbewerbe stattfinden könnten, wäre für mich persönlich etwas Außergewöhnliches. Schon 1972 war Freising ein kleines Stück Olympia – mehr als 50 Jahre später könnten wir diese Geschichte fortschreiben.“

„Wir entwickeln die Munich Arena konsequent für Musik und Live Entertainment. Olym-pia würde diese klare Ausrichtung für einen besonderen Zeitraum um eine außergewöhnliche Nutzung ergänzen: Für wenige Wochen könnte aus unserer Konzertarena eine olympische Schwimmstätte werden, anschließend kehrt sie zu ihrer langfristigen Nutzung zurück. Genau diese Flexibilität und intelligente Mehrfachnutzung macht die Idee für uns so überzeugend.“

Mit der Entscheidung vom Samstag ist das nationale Auswahlverfahren abgeschlossen. München und der DOSB gehen nun gemeinsam in die internationale Phase. Der DOSB befindet sich bereits im Austausch mit dem IOC („Internationalen Olympischen Komitee“); für die Vergabe der Spiele 2036 soll die nächste Dialogphase im März 2027 beginnen. Eine Entscheidung über den Gastgeber der Spiele 2036 ist nach aktuellem Zeitplan für 2029 vorgesehen.